Archiv der Kategorie: Personen

Gustav Erdmann – Direktor der Stadtreinigung

Gustav Erdmann, von 1913 bis 1920 Stadtreinigungsinspektor bei der Stadt Schöneberg, dann bei der Stadt Berlin, übernimmt 1921 das Amt als Direktor der Berliner Straßenreinigung von Julian Szalla, der im Alter von 70 Jahren in den Ruhestand geht.

Noch im selben Jahr bezieht er seine Dienstwohnung in der Urbanstraße 123 (heute Urbanstraße 122-123), im Wohnhaus, das zum Fahrzeugdepot II der Berliner Straßenreinigung gehört.

Urbanstraße 122-123, Front

Wohnhaus der Berliner Straßenreinigung, Urbanstraße 122-123 (2012)

Für Erdmann ist es nichts Neues, eine Dienstwohnung zu haben; bereits in Schöneberg hat er seit 1913 in dem 1911/12 errichteten Wohnhaus des neu eingerichteten städtischen Straßenreinigungsdepots in der Maxstraße 19-21 (seit 1963 Kärntener Straße) gewohnt (die Gebäude stehen noch; hier befindet sich heute ein Recyclinghof der BSR).

Er übernimmt das Amt des Direktors der Berliner Straßenreinigung in einer unruhigen Zeit: Weiterlesen

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Julian Ignaz Szalla – Magistratsbaurat und Direktor der Straßenreinigung

Julian Ignaz Szalla wird am 19.2.1851 in Bromberg (heute Bydgoszcz in Polen) als zweiter Sohn und sechstes Kind des Kanzleirats Ignatz Mathias Szalla (1798-1887) und von Ernestine Antonie, geb. Zeidler (1814-1891) geboren.[1]

1878 besteht er die Prüfung zum Königlichen Bauführer [2] und zieht 1881 oder 1882 nach Berlin in die Weißenburgerstraße 61 (heute Kollwitzstraße).

Baumeister bei den Radialsystemen

1884 wird er zum Königlichen Regierungs-Baumeister ernannt [3] und arbeitet bei der Betriebsverwaltung der Berliner Kanalisationswerke zunächst im „Bau-Büreau“ im Berliner Rathaus (Zimmer 123) unter Stadtbaurat Dr. James Hobrecht. Weiterlesen

Familie Emmler – Kunstblumen, Architektur und Möbel

Heinrich Emmler: Geschäftsmann durch und durch

Vermutlich ist Heinrich Emmler bereits mit Rosalie (genannt Rosine) Blairon verheiratet, als er 1872 in die neu gebaute Centralstraße in die Mitte Berlins zieht und dort mit Julius Israel die „Emmler & Israel Blumenblätter-Fabrik (Berlin, London, Paris)“ gründet [1].

Kaufmann ist er, und bezieht wie sein Kompagnon eine Wohnung in der 1872 zwischen Spittelmarkt und Kommandantenstraße neu angelegten Centralstraße, Hausnummer 3; die gemeinsame Kunstblumenfabrik befindet sich in der Hausnummer 5 im Hochparterre.

Die Centralstraße wird am 1.12.1872 in Beuthstraße umbenannt – den Namen „Centralstraße“ fanden die zuständigen Behörden nicht passend. [2]

1874 zieht Julius Israel in die Ritterstraße und Heinrich Emmler in die Invalidenstraße, die Fabrik bleibt weiterhin in der Beuthstraße 5.
Neben Blumenblättern produzieren Emmler & Israel fortan auch Brieftaschen, Aktenmappen und ledergebundene Alben.

Die Fabrikation von Kunstblumen blickt in Berlin auf eine etwa hundertjährige Geschichte zurück; bereits 1834 heißt es im Neuesten Conversations-Handbuch für Berlin und Potsdam: Weiterlesen